Best Practices

Neue Herausforderungen für moderne Gesellschaften

Das Institut für Sozialstrategie sieht sich in der Tradition der von Karl R. Popper geförderten „Offenen Gesellschaft“, die in der Lage ist, unterschiedliche Strömungen und Lebensweisen in ein friedliches Modell des Zusammenlebens zu integrieren, ohne Konflikte und Spannungen auszublenden.

Gleichzeitig erkennt das Institut für Sozialstrategie an, dass Gesellschaften vor immer neuen Herausforderungen stehen, die sie häufig genug mit den Mitteln der Vergangenheit bewältigen wollen, auch wenn diese Mittel nicht mehr angemessen sind.

Das Institut für Sozialstrategie strebt eigene Plattform in unterschiedlichen Ländern und Regionen an, die vor Ort geführt wird und die abgesehen von der gemeinsamen Basis der Grundlinien des Instituts unabhängig handelt. Strategien, die sich in einer der nationalen, regionalen oder lokalen Gesellschaften bewährt haben können im Rahmen dieser Plattform weitergegeben werden. Der Nutzen aus diesem Ansatz ergibt sich aus wechselseitigem Lernen und positiven Synergieeffekten zwischen den Gesellschaften.

Das Institut für Sozialstrategie wird auf diese Weise selbst zum Spiegelbild der globalen Zivilgesellschaft, ohne von einer einzigen Person oder einer zentralen Instanz abhängig zu sein, ist aber gleichzeitig immer noch ein Akteur im Rahmen ihrer Gestaltung.

Herausforderungen und Strategien für die BRD

In Deutschland sieht das IfS die Frage nach den gemeinsamen Werten der Gesellschaft im Vordergrund. Ob jung oder alt, arm oder reich, deutscher Muttersprachler oder Mitbürger mit Migrationshintergrund: Die früher gelebten Grundsätze des Zusammenlebens tragen nicht mehr; die deutsche Gesellschaft sieht sich im „Orientierungsstress“.

Das Institut für Sozialstrategie sucht nach Wegen für die Zukunftsfähigkeit dieser Gesellschaft, etwa im Blick auf Umwelttechnik und nachhaltiges Wirtschaften, aber auch bezogen auf die soziale Inklusion der zweiten und dritten Generation von Zuwanderern unter Beachtung ihrer eigenen Geschichte und Kultur.

Download: IfS_Standpunkt_Bereit_fuer_den_Wandel

Das IfS fordert konkret eine weitere Anhebung des Schonvermögens für Menschen, die von Hartz IV leben und setzt sich außerdem für eine negative Einkommensteuer oder „Einkommensteuergutschrift“ für Menschen im Niedriglohnbereich ein. Dabei ist der Gedanke leitend, dass eine niedrig bezahlte Arbeit in Verbindung mit einer von den Arbeitgebern ausbezahlten Einkommensteuergutschrift besser zur sozialen Integration beiträgt als die Auszahlung von Hartz IV und die immer wieder problematisierte Überwachung der Auszahlungsvoraussetzungen.

Download: IfS_Standpunkt_negative_Einkommenssteuer

(Stand: Juni 2009)

 

DOKUMENTE

Titel Autor Typ
Mindestlohn oder negative Einkommenssteuer? Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Standpunkte