Unser Themenschwerpunkt 2017:

In diesem Jahr wollen wir unsere Forschung schwerpunktmäßig rund um das Thema „Interreligiöse Kompetenz“ fokussieren. Wir laden Sie ein, das Thema mit uns gemeinsam zu diskutieren, zu hinterfragen und zu analysieren. Was heißt eigentlich „interreligiöse Kompetenz“? Und warum ist das Thema in Zeiten zunehmender Säkularisierung überhaupt relevant? Schicken Sie Ihre Beiträge und Denkanstöße gern an kontakt@institut-fuer-sozialstrategie.de. Ausgesuchte Beiträge werden auf dieser Seite veröffentlicht.

 

 

Darüber hinaus ist am 29. und 30. Juni 2017 eine Fachtagung in Kooperation mit dem Weltethos-Institut in Tübingen und dem Forschungsinstitut für Philosophie Hannover geplant:

Diese wird im Weltethos-Institut (Hintere Grabenstrasse 26, 72070 Tübingen) stattfinden.

Tagungsprogramm

Melden Sie sich an unter kontakt@institut-fuer-sozialstrategie.org!

Was bedeutet interkulturelle, was bedeutet interreligiöse Kompetenz? Ein Literaturbericht von Anne Häseker

 

Was heißt eigentlich Interreligiöse Kompetenz?

– 12 Thesen und Grundprinzipien –

  1. Widersprüchliche Geltungsansprüche im religiösen und weltanschaulichen Raum anerkennen lernen („interreligiöse Anerkennung des wechselseitigen „Rechts auf Irrtum“)
  1. Grundkenntnisse und Grundverständnis anderer Weltreligionen („interreligiöse Grundbildung in gegenseitiger Achtung)
  1. Religiöse Sprach- und Dialogfähigkeit diesseits und jenseits gläubiger Grundüberzeugungen („interreligiöse Kompetenz als Sprach- und Dialogfähigkeit“)
  1. Gewaltfreiheit als Prinzip interreligiöser Kompetenz
  1. Anerkennung von religiöser Pluralität als einer sozialen und politischen Tatsache
  1. Anerkennung unterschiedlicher Intensitätsgrade religiöser und weltanschaulicher Überzeugungen („interreligiöse Kompetenz als emotionale Offenheit gegenüber der Vielfalt der Lebensstile“)
  1. Offenheit für gemeinsame soziale Anliegen („interreligiöse Kompetenz als gemeinsame soziale Handlungsfähigkeit“)
  1. Offenheit für gemeinsames Essen und Feiern, Fasten und Beten („interreligiöse pragmatische Kompetenz“)
  1. Offenheit für kontroverstheologische und religiöse Debatten auf der Grundlage persönlicher Achtung („interreligiöse Kompetenz als religiöse Diskursfähigkeit“)
  1. Offenheit für und Respekt vor unterschiedlichen kultischen Ausdrucksformen und religiösen Sitten
  1. Achtung der Religionsfreiheit inklusive des Rechts auf religiöse Konversion (interreligiöse Anerkennung des wechselseitigen „Rechts auf Irrtum“)
  1. Gemeinsame Anerkennung von Menschenrechten und Spielregeln des demokratischen Zusammenlebens

 

FORSCHUNGSBEITRÄGE DES ifs RUND UM DAS THEMA INTERRELIGIÖSE KOMPETENZ:

Titel Autor Typ
THESEN: Gibt es eine ethisch – religiöse Globalisierung? Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Standpunkt
Globale Zivilgesellschaft und Religion – Gibt es eine ethisch-religiöse Globalisierung? Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Vortrag
Begriff Religiosität Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Studie
Die Bedeutung des Verständnisses von Religiosität für die… Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Studie
Glaube und Religiosität: Eine theoretische Reflexion Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel Essay
Globale Zivilgesellschaft und die Religion: Glück, Leistung… Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Standpunkte
Religion und Migration, Demokratie und Menschenwürde Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Arbeitspapier
Religionsunterricht baut Europarealität und Zukunfts-… Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Studie
Religiöse Kompetenz als Ziel des Religionsunterrichts Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel Vortrag
Warum Religionsunterricht zum Anwalt der Freiheit wird Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Standpunkte
Zivilgesellschaft und religiöser Pluralismus Mariano Barbato, Eva Maria Fischer Externer Beitrag