Minderheiten

Ansprechpartner

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel

Das Institut für Sozialstrategie sieht in der Vielfalt menschlicher und kultureller Lebensformen einen Reichtum, der Teil einer anthropologischen Biodiversität ist.

Gleichzeitig können unterschiedliche Lebensformen zu Konflikten im gesellschaftlichen Zusammenleben führen, deren Lösung durch die Berufung auf ethische Prinzipien, auf Gesetze und die Durchsetzung von Gesetzen gesucht wird.

In vielen Ländern und Regionen zeigt sich in diesem Zusammenhang, dass ein stillschweigender Vorrang für die ethnische oder religiöse Mehrheitskultur gilt. Das Institut für Sozialstrategie setzt sich demgegenüber für ausformulierte und öffentlich diskutierte Rechte für Minderheiten ein und erkennt an, dass sprachliche, religiöse, ethnische und sonstige Minderheiten praktisch überall auf der Welt leben.

Ziel ist es, globale Standards für den Umgang mit Minderheiten zu entwickeln und durchsetzen zu helfen, ohne dass ein solcher Prozess zu Formen der umgekehrten Diskriminierung führt. Dabei gilt u.a. die Beobachtung, dass Minderheiten in einem gegebenen Kontext zugleich Mehrheiten in anderen Regionen bilden, gleich ob es sich um Religionen oder Völker handelt. Das Institut für Sozialstrategie setzt sich in diesem Zusammenhang dafür ein, dass nicht mit zwei inkompatiblen Maßstäben gemessen wird, indem im einen Kontext (wo man die Minderheit ist) Regeln gefordert werden, deren Einhaltung im anderen (wo man die Mehrheit ist) verweigert wird.

 

DOKUMENTE

Titel Autor Typ
Eine persönliche Interpretation der Flüchtlingskrise Nicolas Schmidschneider Ifs Essay
Flüchtlingspolitik: Asylbewerber spenden Zeit Kai Reinke Pressemitteilung
Flüchtlinge in der der lokalen Zivilgesellschaft – Wege der… Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Strategie
Migration, Einwanderung, Flüchtlinge Wie gehen wir damit um und was müssen wir ändern? Ana-Isabel König-Graziano IfS Bericht
Why We Need a Global Approach to Migration Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel IfS Strategie